Ergebnisse der Studie Vitale Innenstädte 2018

Mit den aktuellen Bauprojekten und Entwicklungen ist Bremen auf einem guten Weg

Bremen hat in diesem Jahr als eine von 116 Städten an der Untersuchung „Vitale Innenstädte 2018“ des IFH Köln teilgenommen. Die lokalen Partner waren neben der CityInitiative die Handelskammer Bremen, der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen sowie der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr.

Im Rahmen der Untersuchung wurden Innenstadtbesucher ganztägig an zwei unterschiedlichen Tagen im September 2018 (Donnerstag und Samstag) an standortspezifisch relevanten Punkten im Stadtzentrum mittels eines standardisierten Fragebogens interviewt. Die Stadtbesucher wurden unter anderem zu der Erreichbarkeit der Stadt, ihrem Einkaufsverhalten und ihrem Besuchsanlass gefragt.

Bremen wurde mit den Städten Düsseldorf, Essen, Frankfurt/M., Hannover, Köln, Leipzig und Nürnberg verglichen (Ortsgrößenklasse). Mit einer Durchschnittsnote von 2,6 hat Bremen genau den Durchschnittswert aller teilnehmenden Städte erreicht. Im Vergleich zu den Städten der Ortsgrößenklasse liegt Bremen knapp hinter dem Durchschnitt von 2,3.

Die vielen, großen Bauprojekte in der Bremer Innenstadt, die aktuell in der Umsetzung sind, werden die Wahrnehmung der Innenstadt nachhaltig positiv verändern. „Die heute vorgelegte Studie zeigt, dass die Bremer Innenstadt sowohl für Bremerinnen und Bremer, als auch für Besucherinnen und Besucher aus dem Umland attraktiv und gut erreichbar ist. Insbesondere im Bereich der Freizeit- und Dienstleistungsangebote sowie der Digitalisierung gibt es allerdings noch Potenziale, die besser ausgeschöpft werden müssen. Um dies zu erreichen müssen Politik, Verwaltung und Unternehmen künftig eng zusammenarbeiten“, sagte Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen.

Sehr gut bis gut wurde die Bremer Innenstadt hinsichtlich dem allgemeinen Ambiente und dem gastronomischen Angebot bewertet. Bremen punktet mit seinen Sehenswürdigkeiten (Note Bremen 2,2; Durchschnittsnote 2,4) und Sicherheit (Note Bremen 2,3; Durchschnittsnote 2,5). Im Hinblick auf das Ambiente auf Plätzen, Wegen und Grünflächen, der Sauberkeit der Innenstadt und Freizeitangeboten (2,6) besteht noch Verbesserungsbedarf. „Mit Blick auf die besonderen Qualitäten der historischen Innenstadt haben wir in der Mitte von Bremen die Chance, durch große Projekte und neue oder auch deutlich besser gestaltete öffentliche Räume und Verbindungen die Attraktivität der Bremer Innenstadt voranzubringen. Das Balgequartier zwischen Obernstraße/Langenstraße und Weser von Herrn Dr. Jacobs oder das Lebendige Haus am Ansgarikirchhof von Denkmalneu sind hierfür wichtige Meilensteine“, so Senatsbaudirektorin Prof. Dr. Iris Reuther, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr.

Mit Schulnote 3 wurde das Einzelhandelsangebot insgesamt beurteilt. Die Branchen Uhren/Schmuck (Note Bremen 2,3), Optiker (Note Bremen 2,2) und Bücher (Note Bremen 2,3) haben in Bremen bessere Noten erhalten, verglichen mit dem Durchschnitt der Ortsgrößenklasse. Bei den Ladenöffnungszeiten (mit einer 2,1 bewertet) liegt Bremen exakt im Durchschnitt der Vergleichsstädte. Beim Einzelhandelsangebot gibt es aus Sicht der Befragten noch Verbesserungsbedarf bei den Branchen Textil und Schuhe. „Insgesamt ist die Bremer Innenstadt auf einem guten Weg und mit den Projekten und Ansiedlungen, die in nächster Zeit anstehen, können auch die vorhandenen Angebotslücken geschlossen und die Attraktivität der Innenstadt weiter gesteigert werden“, so Dr. Jan-Peter Halves, Geschäftsführer der CityInitiative.

Die Erreichbarkeit der Bremer Innenstadt mit Fahrrad wird mit einer 1,8 bewertet (Durchschnitt 2,1). Hinsichtlich des motorisierten Individualverkehrs scheint das Parken nicht das Problem zu sein, sondern eher die Erreichbarkeit. Die Bewertung zum Parken entspricht mit 3,3 dem Durchschnitt und die Bewertung zur Erreichbarkeit mit dem PKW liegt mit 3,0 knapp hinter dem Durchschnitt (2,6). „Die Erreichbarkeit der Innenstadt für den motorisierten Individualverkehr bleibt eine der großen Herausforderungen“ so die Einschätzung von Karsten Nowak, Geschäftsführer der Handelskammer Bremen.

Die wichtigsten Ergebnisse in der Übersicht finden Sie HIER.