Die Kulturmeile

Als "Kulturmeile" wird inoffiziell ein Straßenabschnitt in den Bremer Ortsteilen Altstadt und Ostertor bezeichnet.

Durch die zentrale Lage der "Kulturmeile" fungiert diese als Verbindung zwischen der Altstadt auf der einen und den multikulturell geprägten Straßenzügen des "Viertels" auf der anderen Seite.

Sie verläuft vom östlichen Anhang der Straße Am Wall bis zum Goetheplatz und verdankt ihren Namen der hohen baulichen Dichte kultureller Institutionen. Dazu gehören:

Hochschule für Künste Bremen

Das Gebäude aus dem Jahr 1885, ursprünglich als Gymnasium gebaut, wurde 2005 restauriert, modernisiert und durch einen Anbau ergänzt. Die Hochschule für Künste Bremen ist eine staatliche Kunst- und Musikhochschule. Sie gliedert sich in den Fachbereich Kunst und Design und den Fachbereich Musik. Eben dieser befindet sich in der Dechanatstraße in der Bremer Altstadt. Die Hochschule für Künste Bremen gehört zu den wenigen Kunsthochschulen in Deutschland, in denen die Bereiche Bildende Kunst und Musik gemeinsam vertreten sind.

2003 zogen der Fachbereich Kunst und Design sowie die Hochschulleitung in einen ehemaligen Baumwollspeicher in der Überseestadt.

Zentralbibliothek der Stadtbibliothek Bremen

Die Zentralbibliothek der Stadtbibliothek Bremen verbindet eine historische Fassade mit einem modernen Kern. Sie ist als Eigenbetrieb der Stadtgemeinde Bremen eine öffentliche Bibliothek mit einem Bestand von ca. 540.000 Medien. Zum Bibliotheksnetz gehören neben der Zentralbibliothek Am Wall weitere Stadtteilbibliotheken, Schulbibliotheken und die Busbibliothek.

Die Zentralbibliothek bildet den westlichen Ausgangspunkt der Kulturmeile.

Kunsthalle Bremen

Im Juli 1847 war Grundsteinlegung für die Kunsthalle Bremen, am 1. Mai 1849 wurde das neue Gebäude feierlich eröffnet. Es beherbergt ein bedeutendes deutsches Kunstmuseum, das durch wechselnde Ausstellungen viele Besucher in seinen Bann zieht. Träger der Kunsthalle Bremen ist der 1823 gegründete Kunstverein in Bremen. Damit ist die Kunsthalle Bremen das einzige Museum in Deutschland mit einer ansehnlichen Kunstsammlung des 14. bis 21. Jahrhunderts, das bis heute in privater Trägerschaft ist.

Gerhard-Marcks-Haus

Das Gerhard-Marcks-Haus verfügt über eine lange Bauhistorie. Es befindet sich am Rand des Ortsteils Altstadt unmittelbar neben der Kunsthalle in den Wallanlagen. Es ist ein Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei. Heute beherbergt es den überwiegenden Teil des Nachlasses des Bildhauers und Grafikers Gerhard Marcks.

Wilhelm-Wagenfeld-Haus

Das Wilhelm-Wagenfeld-Haus ist eine vielfach genutzte kulturelle Einrichtung in Bremen. Das Haus dient als Ausstellungs- und Veranstaltungsplattform der Wirtschaftsförderung Bremen, ebenso als Sitz der Wilhelm-Wagenfeld-Stiftung und der Bremer Design GmbH. Das Wilhelm-Wagenfeld-Haus hat mit dem Thema Design einen ganz eigenen Schwerpunkt.

Dokumentationsstätte Gefangenenhaus Ostertorwache

Die Dokumentationsstätte Gefangenenhaus Ostertorwache befindet sich im hinteren Gebäudeteil des Wilhelm-Wagenfeld-Hauses. In der Dokumentationsstätte wird die Geschichte des Hauses bewahrt und aufgearbeitet. Insbesondere die Rolle der Ostertorwache während der Zeit des Nationalsozialismus wird hier beleuchtet.

Villa Ichon

Zwischen Kunsthalle, Gerhard-Marcks-Haus und dem Bremer Theater steht am Goetheplatz im Ostertorviertel die 1849 errichtete und heute denkmalgeschützte Villa Ichon. Sie ist als Forum für Kultur- und Friedensarbeit überregional bekannt.

Theater Bremen

Das Theater Bremen ist ein staatliches Vierspartentheater, hierzu zählen Oper, Schauspiel, Tanztheater sowie das MoKS (Modellversuch Künstler und Schüler). Die vier räumlich getrennten, aber architektonisch verbundenen Spielstätten schaffen die unterschiedlichsten Bühnen der Institution. Internationale Bekanntheit erlangte das Theater 1962 unter dem damaligen Geschäftsführer und künstlerischen Leiter Kurt Hübner. Dieser prägte mit innovativen und modernen Schauspielproduktionen den "Bremer Stil".

Entlang der Weser

Weser

Die Weser ist der längste Fluss, der ausschließlich durch Deutschland fließt. Dabei berührt er vier Bundesländer: Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. In ganzer Länge kann man so die Weser eine Bundeswasserstraße nennen. Der Abschnitt "Unterweser" verläuft von Hastedt bis zur Mündung in die Nordsee und fließt so unmittelbar entlang der Altstadt. Ab dem 13. Jahrhundert wurde das Weserufer als Hafen genutzt und die Schlachte entstand als hölzerne Uferbefestigung. Heute genießen es die Bremer Bürger und Touristen an der Weser spazieren zu gehen und den Transport- und Freizeit-Schiffen auf dem Wasser zuzusehen.

Osterdeich

Ursprünglich war die Grundidee des Osterdeiches, die Innenstadt vor Hochwasser zu schützen. Vor allem aber wird er als Erholungsgebiet der Einheimischen und auch von Touristen genutzt, um Fahrrad zu fahren, joggen zu gehen und in der Sonne zu entspannen. Auf rund 2,5 km Länge lassen sich diese Freizeitaktivitäten hervorragend ausüben.

Im Juli findet jedes Jahr die "Breminale" am Osterdeich statt, ein fünftägiges Open-Air-Kulturfestival, das sowohl kleine als auch große Besucher anzieht.

Schlachte

Der Begriff „Schlachte“ leitet sich von dem niederdeutschen Wort „Slait“ ab und bezeichnet die pfahlwerkartigen Bauten des 13. Jahrhunderts, die das Weserufer verstärkten und als Schutz gegen Wellenschlag und Eisgang dienten. Im Zuge der Expo 2000 begann der Umbau der Schlachte als Projekt „Stadt am Fluss“. Dabei wurde die unter Denkmalschutz stehende Hafenmauer, die zum Teil noch aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammt, nahtlos eingefügt. Heute erstreckt sich die Schlachte von der Tiefer mit ihren angrenzenden Grünflächen des Osterdeichs bis zum Weserbahnhof, dem Tor zur Überseestadt.

Egal ob im Sommer mit einem kalten Drink in der Hand oder im Winter mit einem Glühwein wenn der "Schlachte Zauber"- Weihnachtsmarkt stattfindet, es ist immer was los an der Schlachte.

Theaterschiff

In Bremen gibt es seit dem Ausbau der Schlachte zur Bummelmeile auch Theatervergnügen der besonderen, weil maritimen Art. Im Dezember 2002 begann das Theaterschiff mit dem Spielen auf „schwankenden Planken“. Seitdem finden auf dem Theaterschiff Abend für Abend vielseitige Vorstellungen statt. Von Eigenproduktionen über Gastspiele bis zu Konzerten und Lesungen ist hier für jeden etwas dabei.

Wer dann noch Musik und Tanz dabei haben möchte, geht ein Schiff weiter, auf die MS Treue, um die Nacht zum Tag zu machen.